VORSTELLUNG DER BEWERBER FÜR DIE BÜRGERMEISTERWAHL IN HENSTEDT-ULBURG

Rede: Ulrike Schmidt | 22. Januar 2020


Sehr geehrter Herr Bürgervorsteher,


sehr geehrter Herr Zwicker,

liebe Henstedt-Ulzburger, liebe Henstedt-Ulzburgerinnen, 


ich freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind und ich die Gelegenheit habe, mich Ihnen persönlich vorzustellen. Vielen von Ihnen bin ich schon begegnet – auch an Ihrer Haustür, hier auf dem Rhen.


Damit Sie, meine Damen und Herren, erfahren, was mich antreibt, Ihre Bürgermeisterin zu werden, verzichte ich heute auf eine Auflistung meiner persönlichen und beruflichen Stationen. Lieber setze ich einige Schwerpunkte auf meine wichtigsten Erfahrungen für das Amt. Sie können meinen Lebenslauf detailliert auf meiner Homepage nachlesen: ulrike-schmidt-h-u.de


Meine Entscheidung, Bürgermeisterin in Henstedt-Ulzburg zu werden, habe ich sehr bewusst getroffen – nachdem ich mir einen gründlichen Eindruck verschafft habe. Je mehr ich erlebe, desto überzeugter bin ich: ich bin die richtige Bürgermeisterin für Henstedt-Ulzburg!


Ich gehöre keiner Partei an und halte dies auch für einen Vorteil für mein künftiges Amt. Dabei bin ich der SPD in Henstedt-Ulzburg sehr dankbar, dass sie mich für das Bürgermeisteramt nominiert hat. 


Was, liebe Bürgerinnen und Bürger, können Sie von mir und meiner Amtsführung erwarten? Was macht die Bürgermeisterin Ulrike Schmidt aus?

 

  • Ich stehe für Gesprächsbereitschaft 

  • Ich stehe für Gestaltungswillen

  • Ich stehe für Gegenseitigen Respekt 

 

Als Bürgermeisterin werde ich einen offenen Politikstil pflegen, so auch den Dialog mit Ihnen, den Bürgern und Bürgerinnen. 


Sie können mich jederzeit direkt ansprechen, ich habe für Sie immer ein offenes Ohr.


Ich werde für konstruktive Formen des Meinungsaustausches zwischen der Verwaltung, der Politik und den Bürgern sorgen.


Das nötige Rüstzeug hierfür bringe ich aus 14 Jahren wertvoller Erfahrung im Herstellen von Dialog in sozial gefährdeten Gesellschaften in Europa mit. 


Ich stehe für gemeinsames Gestalten und Leitungskompetenz


Ich bin gern mit Menschen zusammen. Ich höre ihnen gern zu und interessiere mich für die Ansichten und Meinungen anderer


Und es macht mir Freude, Dinge gemeinsam voranzubringen und umzusetzen


Als Verwaltungsleiterin eines OSZE-Regionalbüros weiß ich, dass eine pflichtbewusste Amtsführung nicht nur angenehme Aufgaben bereithält. Auch als Bürgermeisterin werden von mir Entscheidungen verlangt, die nicht allen gefallen, die dennoch notwendig sind, um die Gemeinde voranzubringen. 


Da werde ich dann auch Farbe bekennen und Verantwortung übernehmen


Wichtig ist mir, Entscheidungen Ihnen gegenüber transparent zu gestalten und Sie über alle Schritte jederzeit und frühzeitig zu informieren.


Ich stehe für gegenseitigen Respekt und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit meinen Mitarbeitern, mit den Gemeindevertretern und unseren Partnern in umliegenden Gemeinden, im Kreis und im Land. 


Bei meinen Gesprächen habe ich festgestellt, dass der Blick von außen auf die Gemeinde Vorteile hat. Die wertvollen Erfahrungen im Ausland im Aufbau und der Begleitung von Gemeindeverwaltungen haben mich weit über den Tellerrand schauen lassen. So kann ich das kommunale Handeln in unserer Gemeinde aus einer weiteren Perspektive bewerten. An die Herausforderungen und die Möglichkeiten, die sich Henstedt-Ulzburg bieten, kann ich mit einem unverstellten Blick und ohne Scheuklappen des vorhandenen Beziehungsgeflechtes herangehen. Als erfahrene Mediatorin kann ich Dinge hinterfragen, die „wir schon immer so gemacht haben“ und – wo nötig – alte Strukturen auflösen. Und ich kann mit einer anderen Gesprächskultur neue Akzente setzen. Hierfür habe ich durch mein Studium der Konfliktlösung das richtige Rüstzeug. 


Dabei ist für mich klar: das Bürgermeisteramt verträgt keine Parteipolitik. Kommunalpolitik ist nicht schwarz, nicht rot, nicht grün oder gelb. Sie orientiert sich ganz konkret an den Interessen der Bürgerinnen und Bürger und damit an der Weiterentwicklung unserer Gemeinde. Ich werde das Bürgermeisteramt allparteilich ausüben und allen Bürgern unabhängig von ihrer politischen Überzeugung die gleiche Wertschätzung entgegenbringen. 


Häufig wird mir die Frage nach meinem zukünftigen Wohnsitz gestellt. Selbstverständlich werden ich und mein Lebensgefährte Hadis im Falle meiner Wahl schnellstmöglich hierher ziehen. Hier in Henstedt-Ulzburg wird unser Lebensmittelpunkt sein. Eine Bürgermeisterin gehört in ihre Gemeinde und zu ihren Bürgern. 


Und was, liebe Bürger und Bürgerinnen, können Sie inhaltlich von mir erwarten?
Der rechtliche Rahmen für meine Tätigkeit ist im § 55 der Gemeindeordnung vorgegeben. Als Bürgermeisterin leite ich die Gemeindeverwaltung „nach den Zielen und Grundsätzen der Gemeindevertretung“ – nicht mehr und nicht weniger.


Die Beschlüsse der Gemeindevertretung geben also in vielen Dingen meinen Handlungsrahmen vor.
Entscheidend ist jedoch – und das liegt dann ganz in meinen Händenwie die Beschlüsse der Gemeindevertretung vorbereitet und wie sie umgesetzt werden: zügig, zielgenau und effizient. Daran misst sich die Qualität meiner Arbeit, und durch diese Qualität wird die Entwicklung der Gemeinde positiv vorangetrieben.


Doch nun zu den Inhalten:


Seit Oktober letzten Jahres bin ich fast jeden Tag hier in Henstedt-Ulzburg unterwegs. Ich habe eine Menge über das Leben in unserer Gemeinde erfahren, viele engagierte Menschen kennengelernt, auf vielen Veranstaltungen am gesellschaftlichen Leben teilgenommen und bei meinen Hausbesuchen mit Ihnen ungezählte Gespräche geführt. 


Ich bin überall offen und freundlich aufgenommen worden – dafür möchte ich mich hier einmal ganz herzlich bei all meinen Gesprächspartnern bedanken.


Viele Themen wurden dabei angesprochen. In der Kürze meiner Redezeit beschränke ich mich auf ein übergreifendes Ziel und drei Punkte dazu: 


Wir alle wollen uns in unserer Gemeinde wohlfühlen. Das ist das Ziel, das uns eint. Dabei möchte ich, genau wie Sie, den Charakter der einzelnen Ortsteile erhalten. Gerade diese Unterschiede machen doch den Reiz unserer Gemeinde aus und bieten uns die Verwirklichung ganz unterschiedlicher Lebensentwürfe. 


Ich möchte, dass man hier besonders gut aufwachsen kann. Ebenso möchte ich, dass man hier besonders gut alt werden kann.


Dabei sind die Bedürfnisse von älteren Menschen oft die gleichen, die auch ein Vater mit Kinderwagen hat, oder ein Mensch mit Behinderung: abgesenkte Bordsteine, gute Verkehrsanbindung, Geschäfte für den täglichen Bedarf in der Nähe oder Fahrstühle an der Bahn.


Barrierefreiheit ist ein Thema, welches mir persönlich am Herzen liegt; daher habe ich heute meine Ansicht hierzu auf meine Homepage gestellt und freue mich, wenn Sie darüber lesen. 


Für Familien muss unsere Gemeinde noch mehr bieten: umfassende Kinderbetreuung ist Voraussetzung für eine familienfreundliche Gemeinde. Noch immer fehlen Betreuungsplätze, gerade für die über 3jährigen.

 
Ich erkläre es zur Chefinsache, die Kinderbetreuung in unserer Gemeinde weiter auszubauen: sowohl durch die Einrichtung neuer Kita- und Krippenplätze und ein ausreichendes ergänzendes Angebot an Tagesmüttern, als auch durch eine hohe Qualität der Betreuung. 


Dem bundesweiten Fachkräftemangel in der Kinderbetreuung müssen wir mit Maßnahmen in unserer Gemeinde begegnen. Der Arbeitsplatz Kita muss hier attraktiver werden, so dass gut ausgebildetes Personal sich für Henstedt-Ulzburg entscheidet. 


Es liegt mir am Herzen, dass Eltern die Möglichkeit haben, Familie und Beruf mit einem guten Gefühl vereinbaren können. 


Zu einer familienfreundlichen Gemeinde gehört ein breites Angebot an Bildung, Sport und Kultur, zu dem wir – hier auf dem Rhen und in der gesamten Gemeinde – Freunden begegnen können. 

 

Unsere vielfältigen Vereine und Verbände bieten mit großem Engagement Aktivitäten an, die die persönliche oder berufliche Entfaltung unserer Kinder und jungen Menschen fördern, die unsere älteren Menschen aktiv am Leben teilhaben lassen oder die die Generationen verbinden. Diese ehrenamtliche Arbeit ist unverzichtbar für eine lebendige Gemeinde, und sie braucht Orte und Räume für ihre Aktivitäten. 


Und sie braucht eine verlässliche Ansprechpartnerin. Und die werde ich sein!


Mein – für heute – letzter Punkt ist die Verkehrssituation. Durch viele Gespräche und Spaziergänge durch die Gemeinde weiß ich: es ist dringend notwendig, Straßen und Wege für Fußgänger, Radfahrer und Autos gleichermaßen zu sanieren und sicher auszubauen


Der Durchgangsverkehr in Wohnstraßen muss vermieden werden. Auch auf dem Rhen ist dies ein dringendes Thema, z. B. in der Wilstedter Straße. 


Hierzu hat sich eine Bürgerinitiative gebildet für Verkehrsberuhigung, beibehalten der Tempo 30-Zone, Reduzierung der Lärmbelastung und weitere Maßnahmen zur Verkehrssicherheit, gerade für Kinder auf ihrem Schulweg. 


Im Hinblick auf die Wilstedter Straße, aber auch die gesamte Verkehrssituation in unserer Gemeinde werde ich Maßnahmen aus dem Verkehrsstrukturkonzept von 2015 auf ihre aktuelle Gültigkeit unter den inzwischen veränderten Verkehrsbedingungen überprüfen und unter Mitwirkung der Bürger umsetzen. 


Ein Schwerpunkt bei allen Überlegungen zur Verbesserung der Verkehrssituation sollte die schon angedachte Idee für ein verbessertes Radwegenetz inner- und außerhalb unserer Gemeinde sein. Das Gleiche gilt für die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs.


Liebe Bürger, liebe Bürgerinnen,


es gibt noch viele Bereiche, die ich in der Kürze der Redezeit nicht ansprechen konnte: der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen für Jung und Alt, Ausbildungsangebote für junge Menschen und nicht zuletzt Klimaschutz und Klimaneutralität in unserer Gemeinde. Doch haben Sie sich hoffentlich ein Bild von dem machen können, was mich antreibt


Wenn noch Fragen offen sind, sprechen Sie mich an. Ich bin für Sie da. Ich höre Ihnen zu. Besuchen Sie mich auf meiner Homepage. Dort finden Sie alle Möglichkeiten, wie Sie mich erreichen können.


Abschließen möchte ich meine Vorstellung mit einem Zitat aus einer E-Mail, die mir eine Bürgerin nach einem Haustürbesuch schickte und die ein wichtiges Ziel meiner künftigen Amtsführung trefflich beschreibt. 


Darin heißt es: „Was ich über Sie lese, gefällt mir sehr gut. Ich habe das Gefühl, dass mit Ihnen eine gewisse Ruhe und Gelassenheit in diesen Ort einkehren wird. Ich hoffe, dass viele andere es auch so positiv sehen.“ 

Meine Damen und Herren, bitte kommen Sie am 1. März zur Wahl.


Bringen Sie auch Verwandte, Freunde und Nachbarn mit.


Die Wahl ist wichtig für unsere Gemeinde!


Mit Ihnen möchte ich hier gestalten.
Sie haben es in der Hand!
Vielen Dank!

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