Intensiver Austausch bei der Bürgerinitiative HU-Blattwerk


Die Vielzahl der Themen der verschiedenen Bürgerinitiativen hat meinen Blick auf die Herausforderungen im Henstedt-Ulzburg erweitert

25. November 2019 – Heute Abend habe ich eine Einladung bei der "Bürgerinitiative HU-Blattwerk - Grün erhalten für unsere Lebensqualität".


Da ich die „HU-Blattwerker“ bereits bei verschiedenen Gelegenheiten getroffen habe, kenne ich den Anlass ihres Zusammenschlusses. Sie haben sich für den Erhalt der 80 Jahre alten Linde an der Kreuzung Kisdorfer Straße – Bürgermeister-Steenbock-Straße eingesetzt, die dann aber im August dieses Jahres gefällt wurde. Seitdem setzt sich die Bürgerinitiative dafür ein, dass nicht noch mehr Bäume Bebauungen weichen müssen.


Als ich um viertel vor sechs im Raum 11 des Bürgerhauses eintreffe, werde ich bereits freundlich von Ilona Schlömann und weiteren Mitgliedern der Bürgerinitiative Blattwerk begrüßt. Auf den Tischen stehen Getränke und Knabbereien und schaffen so eine einladende Atmosphäre. Weitere Bürgerinnen und Bürger treffen zu dieser öffentlichen Sitzung ein, so dass bald auch der letzte Platz besetzt ist.


Bei der Vorstellungsrunde erfahre ich, dass sich hier mehrere Bürgerinitiativen versammelt haben. So höre ich, welche Themen den Bürgern unter den Nägeln brennen. Nach meiner kurzen Vorstellung beginnt die Fragerunde durch die Anwesenden, moderiert von Ina Krause von der Bürgerinitiative Blattwerk.


Vor allem ist das Publikum daran interessiert, wie ich mir die Gestaltung der Gemeinde vorstelle, welche Probleme mir bereits aufgefallen sind und welches Verbesserungspotential ich im Ort sehe.


So diskutieren wir über die Verbesserung der Situation für alle Verkehrsteilnehmer, bezahlbaren Wohnraum, qualitative Gewerbeansiedlung, Innenstadtbelebung, sowie den Erhalt von Grünflächen. Auch Wünsche an die Verwaltung werden angesprochen, etwa Digitalisierung und Übersichtlichkeit der Gemeindehomepage.


Die Fragen der Bürgerinnen und Bürger zeigen mir ihr Engagement für eine lebenswerte Gemeinde sowie ihre große Sorge, dass durch zukünftige Planungen der grüne Charakter und damit Lebensqualität verloren gehen könnte.


Mir wird besonders das Gefühl der Bürgerinnen und Bürger deutlich, dass ihre Wünsche bei vielen Entscheidungen nicht berücksichtigt werden. An mich ist das das klare Signal, als Bürgermeisterin alle Entscheidungsprozesse transparent zu gestalten, das Rathaus bürgernah zu leiten und effektivere Formen der Bürgerbeteiligung zu entwickeln.


Nach drei Stunden bedanken wir uns gegenseitig für diesen intensiven und sehr lebhaften Austausch von Themen, Standpunkten und Ansätzen. Auf der Heimfahrt denke ich noch lange über die angesprochenen Themen nach und freue mich auf die Herausforderung, nachhaltige Lösungen für die Gemeinde gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu entwickeln.

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